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Bitcoins - kommt Ihnen das auch "kryptisch" vor?

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Bitcoins sind derzeit in aller Munde. Überlegen Sie auch ein paar digitale Münzen als Geschenk unter den Weihnachtsbaum zu legen? Oder trauen Sie dem Ganzen doch nicht? Was es mit den Kryptowährungen auf sich hat und wie so ein Bitcoin überhaupt entsteht, beschreiben wir im nachfolgenden Beitrag.

Making Money digital

Plötzlich waren sie da: Bitcoins. So kam es uns auf jeden Fall vor. Dabei begann die Geschichte schon viel früher. Dazu starten wir mal bei dem Überbegriff der Kryptowährungen, wozu Bitcoins zählen. Unter Kryptowährungen versteht man eine virtuelle Währung, die jedoch in Österreich nicht als gesetzlich anerkanntes Zahlungsmittel gilt. Eine detaillierte Definition des Begriffes findet man in dem 5. Entwurf zur Geldwäscherichtlinie aus dem Jahre 2016: "Virtuelle Währungen sind eine digitale Darstellung eines Werts, die von keiner Zentralbank oder öffentlichen Stelle emittiert wurde und nicht zwangsläufig an eine echte Währung angebunden ist, aber von natürlichen oder juristischen Personen als Zahlungsmittel akzeptiert wird und auf elektronischem Wege übertragen, gespeichert und gehandelt werden kann.“

Die Geburt von Bitcoins

So weit, so gut. Aber wie entsteht nun ein Bitcoin genau? Das System "Bitcoin" existiert seit 2009 und beruht auf mathematischen Berechnungen. Da kommt nun eine weitere  Begrifflichkeit ins Spiel - die Blockchain. Alle Bitcoin Transaktionen werden in einer langen Liste gespeichert, der sogenannten Blockchain. Diese Liste ist öffentlich zugänglich. Das bedeutet, es hat nicht nur ein Bankangestellter und der Kontoinhaber Einblick in die Transaktion. Die Besonderheit ist, dass weder eine Regierung oder Bank das virtuelle Geld verwaltet. Es wird vollkommen dezentral erschaffen und verwaltet. Um einen Eintrag in der Blockchain zu generieren, muss man bspw. "einfach" 5  Euro als Bitcoin an jemanden senden - so entsteht diese Transaktion. Impliziert aber, dass derjenige Bitcoins zur Verfügung hat (Rinearson 2017: o.S.). Wie kommt man zu diesen digitalen Münzen?

Goldschürfen mit Bitcoin-Mining

Als "Mining" wird das Erstellen der Bitcoins bezeichnet. Dies geschieht ebenfalls dezentral über viele "Goldschürfer", die dafür ihre Rechnerleistung zur Verfügung stellen. Hat man die nötige Gerätschaft und Leistung zur Verfügung, wird beim "Mining" die Bestätigung und Verbuchung aller getätigten Transaktionen in das virtuelle Konto - die "Blockchain" geschrieben. Dabei muss natürlich auf die Sicherheit geachtet werden, indem die Transaktionen verschlüsselt werden. Die Verschlüsselung erfolgt als "Hash", das ist die Aneinanderreihung von Buchstaben und Zahlen. Die Belohnung aus dem "Mining" sind neue Bitcoins (seit Juni 2016 sind das 12,5 Bitcoins pro Block) und ein Teil der Transaktionsgebühren. Noch mehr Infos sowie ein Video zum Thema finden Sie hier.

Vom Bitcoin Pizza Day und wohin das wohl führt

2010 bot ein Entwickler in Florida 10.000 Bitcoins für 2 Pizzen. Dies war die erste mit Bitcoins getätigte Zahlung und wird seither von den Anhängern als Bitcoin Pizza Day zelebriert. Damals hatte diese Zahlung einen Gegenwert von 25 Dollar (Neuhaus 2017: o.S.). Heute sind sie mehr als 100 Mio. Dollar wert (Anm.: Kurs 3.12.2017 - 11.139,08 US-Dollar). So unglaublich dieser enorme Kursanstieg auch ist und je mehr der Kurs zunimmt, desto lauter werden auch die kritischen Stimmen. Viele bezeichnen Bitcoins als "Zockerwährung". Denn wie bei Aktien wird der Kurs stark von tagesaktuellen Nachrichten beeinflusst. Japan hat Bitcoins bereits als offizielles Zahlungsmittel anerkannt, die deutsche Bundesbank warnt jedoch davor, "Bitcoin-Anlagen als sicher anzusehen". Da es sich um eine rein virtuelle Grundlage handelt, ist kein reeller Gegenwert vorhanden wie bspw. bei einer Anlage in Gold, das immerhin einen Gebrauchs- oder Verbrauchswert hat (Neuhaus 2017: o.S.).

 

Eine erfolgreiche Woche wünschen Ihnen,

Christoph Edenhauser & Markus Feistritzer

 

 

Literaturverzeichnis und weiterführende Informationen:

Neuhaus, Carla: Was hinter dem Kursanstieg der Bitcoins steckt, 2017, in: Focus online

Rinearson, Tess: Making Money, 2017, in: Medium

WKO: Kryptowährungen, Virtuelle Währungen, Bitcoin und Co, online

 

von | Kategorien: Gastbeitrag

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